Tatort Schrebergarten
Kriminalkomödie in drei Akten (6D/5H/1Dek)
erschienen im Kaiserverlag Wien 2000
Handlung:
Die beiden Brüder Alois und Josef Feichtmeier sind seit 18 Jahren erfeindet und beim zuständigen Verwaltungsgericht als Dauerstreiter hinreichlich bekannt. Auslöser des Konflikts war einst das Testament ihres Vaters, der ihnen nur den Pflichtteil in Form eines gemeinsamen Schrebergartens zukommen ließ. Das eigentliche Vermögen sollte dem erstgeborenen Enkelkind gehören. Das hatte zur Folge, dass Opas letzter Wille den Startschuss eines fruchtbaren Wettbewerbs auslöste, bei dem Alois mit Ehefrau Erni als stolze Sieger hervorgingen. Somit wurde deren Sohn Thomas rechtmäßiger Alleinerbe. Nur zwei Monate später kam Josefs Tochter Silvia zur Welt, allerdings zu spät für die erhoffte Erbschaft! Wütend bestand er darauf, den Schrebergarten in zwei Hälften zu teilen und erklärte Alois den Nachbarschaftskrieg. Silvia und Thomas jedoch wurden die besten Freunde, denen selbst die ständige Feindschaft ihrer Väter all die Jahre nichts anhaben konnte. Es ist kurz nach Mitternacht als Silvia in der Schrebergartenanlage auftaucht, um Thomas mit Proviant zu versorgen. Da in letzter Zeit mehrere Gartenhäuser aufgebrochen wurden und Alois obendrein noch einen Brandanschlag seines Bruders befürchtet, hält er die nächtliche Observierung seines Grundstücks durch seinen Sohn Thomas für unerlässlich. Auch Josef vermutet einen Rachefeldzug seines Bruders und engagiert kurzerhand einen amtierenden Karatemeister, der gleichzeitig auch für die notwendige Sicherheit von Oma Feichtmeier sorgen soll, die sich zurzeit im Schrebergarten erholt. Doch kaum eingetroffen sorgt dieser für ein heilloses Durcheinander.............
Theaterverein Baar-Ebenhausen
Vorwort zum Stück
Jedes Jahr werden über drei Millionen Nachbarschaftsstreitigkeiten vor Gericht ausgetragen. Und die Statistik zeigt: Wenn es draußen wärmer wird, wird auch der Ärger größer!
Tatort Schrebergarten ist für alle Menschen geschrieben, die sich nichts sehnlicheres wünschen, als 'lebenslänglich' friedlich und freundschaftlich miteinander auszukommen, die ihre Nachbarn tolerieren und auch gerne mal ein Auge zudrücken.
Das Stück ist eine äußerst humorvolle Kriminalkomödie, die spätestens nach dem letzten Vorhang den aufmerksamen Zuschauer anregen wird, über seine eigene persönliche Toleranzgrenze im Umgang mit seinem Nächsten nachzudenken.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen!
